Von Crans-Montana nach Adelboden 2012

In einem Tag aus eigener Kraft von Crans-Montana nach Adelboden

 

27. Juni 2012 – Bruno Petroni

Die ersten 1400 Höhenmeter zum Plaine-Morte Gipfel warten. Zu Fuss, denn die Plaine-Morte Gondelbahn befindet sich in der Revision und öffnet ihren Betrieb erst Ende Juni, also in einer Woche.

Im oberen Bereich gibt es einige gefrorene Schneefelder zu traversieren, beim Toubang sogar eine Kletterei. Die Skis bleiben bis zur Wasserscheide, die gleichzeitig die Kantonsgrenze Bern/Wallis bildet, auf dem Rücken. Der Schweiss strömt. Nach 2:20 Stunden Ankunft auf Plaine-Morte.

Blick ins Plaine-Morte Tal auf der Walliser Seite, wo sich auch der Tseusinensee befindet. Rechts die Bergstation Plaine Morte. Der grosse Mast rechts oben steht auf dem Tubang.

Blick in den Süden – das Weisshorn.

Umgezogen und bereit für die erste Abfahrt: Hinunter zum Plaine-Morte Gletscher. Als erstes ist der Besuch des Vatseret-Gletschersees auf dem Programm, der vor zwei Wochen noch leer war.

Der Vatseretsee auf 2650 Meter über Meer. Links das Gletscherhorn (2943 m), in der Bildmitte oben der Wildstrubel (3243 m).

Idylle am Vateretsee, der jetzt bei den heissen Temperaturen täglich an Volumen zunimmt.

 

Die Wasserlachen auf dem Plaine-Morte Gletscher zeigen es deutlich: Die Schmelzphase des Oberflächenschnees ist in vollem Gang. Im Hintergrund der Wildstrubel, welchen wir in den nächsten zwei Stunden erklimmen werden.

Solche Abflusslöcher sind spektakulär, aber gefährlich, wenn man sich ihnen zu sehr nähert. Sie können auch ohne Zusatzbelastung jederzeit einbrechen.


Blick nach Nordwesten, wo am Horizont im Tal unten die Lenk zu sehen ist.

Der Strubelsee, der zweite der drei zur Zeit auf dem Plaine-Morte Plateaugletscher wachsenden Seen, liegt am nördlichen Gletscherrand und bedroht die Lenk. Auch von ihm hat man Mitte Juni noch sehr wenig gesehen. Inzwischen hat er fast die selbe Grösse erreicht, die er letzten Herbst hatte.

Aufstieg mit Skis und Steigfellen bei hochsommerlicher Hitze, auf den Wildstrubel. Immer höher gelangt man über den Gletscher, der Strubelsee ist gut zu sehen.

Der Favergesee am östlichen Rand des Plaine-Morte Gletschers wächst extrem schnell. Er ist inzwischen weit über 200’000 Kubikmeter gross. Auch von ihm fliesst subglazial der Grossteil des Schmelzwassers ins Berner Oberland, auch wenn er eigentlich näher am Wallis liegt.

Ein letzter Blick vom Gipfel des Wildstrubel (3243 m), ehe es über die Wildstrubelkette Richtung Grossstrubel geht.

Das Lämmerenhorn östlich des Wildstrubels.

Ein letzter Blick ins Obersimmental. Hier ist die Lenk zu sehen, im Hintergrund auch der Flugplatz von St. Stephan.

Blick zurück vom Mittleren Gipfel zum Wildstrubel.

(-Bild 51-)

Und schon erscheint aus den Wolken Adelboden tief unten im Tal.

Der Aemmertengrat.

Der Grossstrubel, gleich hoch wie der Mittlere Gipfel und der Wildstrubel, nämlich 3243 Meter über Meer.

Links der Bildmitte Adelboden, rechts der Grossstrubel.

Auf dem Gipfel des Grossstrubels. Unten links ist die Gemmi zu sehen, von wo es nach Leukerbad ginge.

Blick vom Grossstrubel zurück in den Süden, zum Wildstrubel.

Nach einer Skiabfahrt von 1100 Höhenmetern die Ankunft in den Geröllhalden oberhalb der Engstligenalp (2000 m).

Saftige grüne Engstligenalp.

Blick zurück von der Engstligenalp zum Wildstrubel (rechts der Bildmitte).

Ein währschaftes Essen im Berggasthaus Engstligenalp lässt die Müdigkeit vergessen. Total 8 ½ Stunden unterwegs, ca. 2500 Höhenmeter, und ein unvergessliches Erlebnis.

 

Zeitungsbericht im Berner Oberländer:

PDF Datei: Plaine-Morte 30.6.2012 S1 / Plaine-Morte 30.6.2012 S2

 

Bruno Petroni
3800 Matten
b.petroni@gmx.ch

Tel. +41 796569941

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